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Dialog und dialogos team – was hat das miteinander zu tun?


Uns faszinieren die dialogischen Fähigkeiten, weil sie Gespräche und Verhandlungen bereichern. Das hat uns zu unserem Namen geführt.

Die 10 Kernfähigkeiten (nach Hartkemeyer & Freeman Dhorty) sind:
die Haltung eines Lernenden einnehmen, radikaler Respekt voreinander, Offenheit, mit „dem Herzen“ sprechen, zuhören, Kommunikation verlangsamen, Annahmen und Bewertungen suspendieren, produktiv plädieren, eigene erkundende Haltung einüben, Ängste und Sorgen mitteilen.

Was ist das Wesen des Dialogs? Aus dem griechischen Begriff „dia-logos“ lässt sich das Bild ableiten: Durch das Wort, durch den Sinngehalt hindurchfließen. Dialog unterscheidet sich von „Diskussion“, dem Zerlegen von Dingen, dem Analysieren: „Das ist natürlich nützlich, aber hat seine Grenzen dort, wo wir über die Verschiedenheit unserer Standpunkte hinausgehen wollen. Diskussion ist fast wie ein Tischtennisspiel, bei dem man die Ideen hin- und her schlägt und damit versucht, zu gewinnen oder Punkte für sich selbst zu sammeln“ (Mandl, S. 34). Dialog will dazu beitragen, dass Menschen gemeinsam denken. Dialog will anstelle einer Sieger-Verlierer-Mentalität, dass alle Beteiligten einen Gewinn haben. „Sich auf eine Reise des Denkens zu machen… festgefahrene Kommunikationsstrukturen zu verflüssigen“ (Beuke-Galm, S. 22) – das sehen wir als lohnendes Ziel unserer Arbeit an.

Literatur:
Beuke-Galm, M.: Über die Bedeutung von Dialog in einer „lernenden Organisation“. In: Organisationsentwicklung 1/2001, S. 20 – 31.
Hartkemeyer, M.& J.F. & Freeman Dhorty, L.: Miteinander denken. Das Geheimnis des Dialogs“. Stuttgart, 1998
Mandl, Ch.: Dialogos oder eine Collage über Team-Lernen. In: Organisationsentwicklung 4/1996, S.32 – 45