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Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen!


Diese Äußerung des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt wird oft zitiert. Sie passt zum stocknüchternen Alt-Bundeskanzler, der heute als 96-Jähriger mit seinen Äußerungen zu politischen und gesellschaftlichen Vorgängen immer noch großen Respekt genießt.

Wie passt dieses Zitat in unsere heutige Zeit, wie passt es in die heutige Welt der Organisationen? “Je komplexer und schnelllebiger die Businesswelt wird, desto wichtiger ist es, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Orientierung bieten. Unternehmensvisionen können das leisten – und erleben deshalb eine Renaissance” (managerSeminare Nr. 192/März 2014, Seite 19).

Voraussetzungen für eine nützliche Verwendung von Visionen sind:
Erstens: Sie dürfen nicht im stillen Kämmerlein einer Führungskraft entwickelt werden. Mitarbeiter müssen einbezogen sein. Zweitens: Aus einer Vision müssen konkrete Ziele abgeleitet werden. Drittens: Visionen erfordern es, dass sie – mit unterschiedlichen Vorgehensweisen – lebendig gehalten werden.
Viertens: Visionen sind dynamisch. Sie schließen damit die heute von Organisationen geforderte Beweglichkeit nicht aus, sondern ermöglichen sie.

“Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen” (Erich Fromm, Psychoanalytiker).